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Frage: Was bringt mir Twitter? Welche Clients gibt es?

Wir haben ja ganz am Anfang einmal geschrieben, dass wir regelmäßig auch Fragen beantworten. Eine solche kam von Denise und ich denke die Antwort ist sicherlich für viele Schnappaholic Leser interessant, die mit Twitter und RSS bisher noch nicht so viel anfangen konnten.

Denise: Was bringt mir eigentlich Twitter und RSS? Es ist doch viel praktischer direkt bei euch vorbei zu surfen, ohne Umwege über einen anderen Anbieter, wo ich mich auch noch immer einloggen muss.

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Unsere Antwort zu Twitter (RSS folgt in Teil 2):

Twitter bringt dir einen nicht zu unterschätzenden Zeitvorteil. Gerade gute Schnäppchen oder auch Preisfehler sind mitunter nach wenigen Minuten ausverkauft. Wer dann erst gegen Abend im Blog vorbeischaut, ärgert sich schnell, wenn ein Wunschartikel bereits wieder teurer ist und man vielleicht ein tolles Schnäppchen verpasst hat. Gerade bei Amazon ändern sich Preise bei einem Produkt manchmal stündlich. Bei uns werden daher alle Beiträge im Schnäppchenblog auch bei Twitter eingestellt. In der Sekunde, in der der Beitrag im Blog online geht, erscheint dieser auch bei Twitter (Betreff + Link zum Beitrag).

Das Webinterface von Twitter bremst die Performance dieses Dienstes jedoch in zugegebenerweise ziemlich aus. Wer den Zeitvorteil von Twitter richtig nutzen möchte, benötigt einen sogenannten Client. In dem Fall muss man auch nicht mehr bei Twitter vorbei schauen, sondern erhält die neusten Tweets (bei uns also den Hinweis auf ein Schnäppchen) direkt im Client angezeigt.

Diese Drittsoftware lässt sich dabei in bestehende Software (beispielsweise Firefox) integrieren oder als Minianwendung (Windows 7) nutzen. Ebenso gibt es Software für den Windows – Desktop und auch für mobile Geräte, wie das iPhone. Je nachdem für welche Variante man sich entscheidet, wird der Client beim Start des Rechners oder der entsprechenden Software mit gestartet. Hat man den Client einmal eingerichtet, werden die neusten Tweets automatisch importiert und alle paar Minuten aktualisiert.

Mit so einem Client bringt Twitter dann auch den nicht zu unterschätzenden Zeitvorteil.  Wer nun Blut geleckt hat, findet unseren Schnäppchen Twitter Kanal rechts in der Leiste oder als hier als Direktlink.

Ich persönliche nutze das Firefox Add-on Yoono und die Desktop Minianwendung Tweetz um über meine abonnierten Themen und Freunde auf dem Laufenden zu bleiben. Nachstehend – neben diesen – aber auch einmal ein paar andere Twitter Clients vorgestellt:

  1. Firefox / Explorer Clients
  2. Desktop Clients
  3. Minianwendungen

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Firefox / Explorer Clients:

Eine ganz einfache Möglichkeit ist es, den Client per Add-ons  in Firefox (siehe Extra in der Leiste) oder den Explorer zu integrieren.

So entsteht am rechten / linken Bildschirmrand eine Seitenleiste (kleines Fenster), in dem alle Aktualisierungen übersichtlich angezeigt werden. Diese Seitenleiste kann jederzeit mit einem einzigen Klicke aus- oder eingeblendet werden. Diese Variante ist natürlich besonders für alle geeignet, die über einen entsprechend großen Bildschirm oder eine entsprechende Auflösung verfügen. Ich nutze diese Möglichkeit allerdings auch am Notebook.

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Echofon (Firefox): Eine ganz einfache Ausführung ist zum Beispiel Echofon! Add-on installieren und einfach nur den Benutzernamen und Passwort für Twitter eingeben und schon hat man die Tweets auf dem Bildschirm.

Der Umfang dieses Clients ist allerdings sehr eingeschränkt. So lässt sich nur eine sehr begrenzte Anzahl von Tweets anzeigen. Änderungen der Einstellungen sind unpraktischer Weise nur über das Add-On-Menü möglich.

Der Vorteil von Echofon liegt aber genau in seiner Schlankheit. So nimmt das Programm kaum Platz auf dem Bildschirm ein. Der Funktionsumfang ist ausreichend. Es lassen sich mehrere Twitter Accounts anlegen und es kann sehr schnell zwischen diesen umgeschaltet werden. Ebenso können über den Client auch Nachrichten verfasst werden. Listen und ähnliches werden allerdings nicht unterstützt, wird von den meisten aber wohl nicht vermisst werden!

Neben dem Firefox Add-on gibt es auch noch eines für Macintosh (Apple) und das iPhone.

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Twitbin (Firefox): Dieser Client (Direktlink) bringt schon einiges mehr an Umfang mit und mutet auch optisch ein wenig angenehmer an. Nach der Installation des Twitter-Clients kann dieser über „Ansicht –> Sidebar –> Twitbin“ aktiviert werden. Im Anschluss gibt man seine Benutzerdaten zum eigenen Twitter Account ein und kann direkt loslegen.

Die Tweets werden automatisch importiert und auch Botschaften lassen sich direkt versenden. Schön ist dabei der @-Button neben jeder Nachricht, die eine direkte Antwort an den jeweiligen Absender ermöglicht. Alle Einstellungen zu dem Client lassen sich über den Klick auf das Werkzeugsymbol durchführen, man muss nicht extra das Add-on-Menü aufrufen.

Leider lassen sich bei diesem Client jedoch nicht mehrere Twitterkonten einrichten und nebeneinander betreiben. Zum Wechseln des Kontos müssen hier immer erneut Benutzernamen und Passwort eingegeben werden. Viele von euch dürfte das aber wohl nicht stören, da die meisten nur ein Twitterkonto nutzen werden. Das Design ist sehr schlank und orientiert sich stark an Firefox. Auch bei diesem Account ist die Anzahl der sichtbaren Tweets begrenzt. Listen und ähnliches werden ebenfalls nicht unterstützt.

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Yoono (Firefox und Explorer): Bei diesem Client handelt es sich sicherlich mit um den umfangreichsten Client, den ich auch nutze.

100224 twitter yoono 1Yoono (Direktlink) kann dabei auch weit mehr, als euren Twitter-Account auf den Bildschirm zu holen. Mit Yoono lassen sich neben Twitter auch einige Social-Network-Seiten (Facebook, MySpace, Linkedin, Flickr und Friendfeed) und Instant Messenger (AIM, MSN, Yahoo!Messenger und GoogleTalk) ziemlich einfach verwalten und nutzen. Ebenso kann über Yoono auch Webradio empfangen werden.

Da es hier jedoch um Twitter geht, lassen wir jedoch den Rest einmal außen vor.

Bei Yoono erhält der Twitter Nutzer und Fan jedenfalls alles was er sich nur wünschen kann. Hier können verschiedene Benutzerkonten nebeneinander verwaltet, durch einen einfachen Klick gewechselt werden und auch die bereits zuvor erwähnten Listen / Gruppen gibt es bei diesem Client. Die Anzahl der Tweets ist schier unbegrenzt, auch wenn diese nicht dauerhaft eingeblendet sind. Scrollt man im Client runter, so werden die Tweets direkt wieder eingeblendet. Ein nettes Feature was ich bei den beiden anderen Firefox Add-ons vermisse. Ein ebenso nettes Feature ist die Einblendung neuer Aktualisierungen, wenn man gerade in einem anderen Programm (beispielsweise Word) arbeitet. Ähnlich wie bei Outlook wird der neue Tweet kurz am unteren rechten Bildschirmrand eingeblendet. Wie alle Funktionen lässt sich dies allerdings für einzelne oder alle Benutzerkonten auch deaktivieren.

Der einzige kleine Nachteil bei Yoono: Man muss sich für die Nutzung des Clients registrieren und ein Benutzerkonto anlegen.

Von Yoono gibt es inzwischen auch eine Desktop Variante, sowohl für Windows wie auch für Apple!

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Desktop Clients:

Hier gibt es verschieden Möglichkeiten Twitter einzubinden. Als Windows 7 Nutzer bevorzuge ich die Nutzung von Minianwendungen. Diese stören weder in der Taskleiste, noch legen Minianwendungen sich über offene Fenster.

Nutzer von Windows XP und Vista (selbstverständlich auch Windows 7) können dagegen eine reine Desktop Variante nutzen. Auch für Apple gibt es Lösungen, wie Tweetie 4 Mac oder auch von Yoono. Leider kann ich hier mangels Mac nicht näher drauf eingehen.

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Yoono: Diesen Client habe ich bereits unter den Firefox Add-ons vorgestellt. Der Funktionsumfang der Desktop Variante entspricht dabei dem des Firefox Add-on, nur ein wenig größer, schöner und aktuell auch noch BETA.

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Tweetdeck: Eine ebenfalls sehr umfangreiche Desktoplösung stellt Tweetdeck dar. Es gibt Varianten für alle Betriebssysteme und mobilen Geräte. Der Funktionsumfang ist ähnlich wie bei Yoono.

Mich persönlich stört, das für diesen Client Adobe Air auf dem Rechner vorausgesetzt wird. Sollte Air nicht vorhanden sein, so wird es allerdings direkt mit installiert. Mir ist Tweedeck daher nicht schlank genug.

Tweetdeck bietet allerdings auch Vorteile. So lassen sich verschiedene Benutzerkonten (Twitter, Facebook, etc.) direkt nebeneinander anzeigen und nutzen. Wer jedoch eine wirklich schlanke Lösung sucht, wird mit Tweetdeck nicht glücklich.

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Minianwendungen (Windows 7):

Minianwendungen (Gadgets) haben bei Windows 7 die Sidebar von Vista abgelöst.

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Minianwendungen findet ihr bei Windows 7, wenn ihr auf dem Desktop die rechte Maustaste betätigt und im Menü „Minianwendungen“ auswählt. Es öffnet sich ein neues Fenster, wo alle vorhandenen Minianwendungen aufgelistet, verwaltet und gestartet werden können.

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100224 twitter tweetzTweetz: Hierbei handelt es sich um eine Minianwendung für Windows 7, die mir persönlich sehr gut gefällt. Tweetz (Direktlink) ist sehr schlank und bringt nur die nötigsten Optionen mit. Hierzu zählen Aktualisierungen, Retweeten (@) und das versenden und empfangen von Direktnachrichten.

Nett ist bei der Minianwendung die Benachrichtigung per Sound (zwitschern eines Vogels), wenn eine neuer Tweet eingetroffen ist. Die Größe des Fensters kann in den Einstellungen angepasst werden. Auch bei Tweetz ist die Anzahl der eingeblendeten Tweets schier unendlich, es kann gescrollt werden. Praktisch, wenn man recht vielen Personen / Firmen bei Twitter folgt.

Nachteilhaft ist jedoch, dass bei jedem Start der Applikation erneut der Pin für den jeweiligen Twitter Account eingegeben werden muss. Ich hoffe, dass hier noch bis zur nächsten Version nachgebessert wird.

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Twitter Explorer: Hierbei handelt es sich um eine weitere Minianwendung für Windows 7, die ich allerdings noch nicht getestet habe. Vielleicht schaffe ich es, mir das Programm (Direktlink) in den nächsten Tagen einmal anzuschauen, dann ergänze ich diesen Bericht entsprechend.

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Ich hoffe ich konnte einen kurzen Überblick liefern, warum Twitter praktisch ist und wie es einfach genutzt werden kann. Über RSS lasse ich mich dann in Teil II aus.