Frosch Tutorial 2

Erklärung: Was ist eigentlich Group-Shopping bzw. Groupon? (Citydeal, Dailydeal, …)

Update: Seit ich diesen Artikel geschrieben habe, hat sich einiges getan am Group-Shopping Himmel, daher mal ein kleines Update:

Neben den ganzen tollen Angeboten und Gutscheinen, über die wir auch regelmäßig berichtet haben, wurde der Anbieter Citydeal  inzwischen von der Mutter aller Group-Shopping-Anbieter übernommen und heißt nun ebenfalls “Groupon“. Groupon (also ehemals Citydeal) ist entsprechend nun auch unter Groupon.de erreichbar, allerdings funktioniert die Webadresse citydeal natürlich auch noch.

Der Betreiber Heimatpreis hat sich zwischenzeitlich mit der Seite Cooledeals zusammen getan und existiert somit ebenfalls nicht mehr.

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Ursprünglicher Artikel vom 03. März:

Nachdem gestern im Krieg der Group-Shopping Anbieter (Groupon (vormals Citydeal), Dailydeal, Cooledeals, Reduti, Heimatpreis, …) der Verdrängungswettbewerb nochmals nachhaltig intensiviert wurde (siehe 10 Euro Kinogutscheine für 1 Euro), hier nun einmal ein paar Hintergrundinformationen zum Thema.

Frosch Tutorial 2

Was ist Groupon, bzw. Group-Shopping?

Grundsätzlich handelt es sich bei Group-Shopping um eine Variante des Liveshoppings, das viele schon durch die zahlreichen Anbieter wie iBood oder den eBay WOW kennen werden.

Das Prinzip des Group-Shoppings beruht dabei auf der Idee, jeden Tag eine Anzahl von Käufern für ein regionales Produkt / Dienstleistung zu begeistern. Für dieses erhält man in der Regel einen Gutschein, der meist mit großer Ersparnis (etwa 50-60 Prozent) angeboten wird. Der Deal kommt dabei nur zustande, wenn sich regional genügend Abnehmer finden. Der Fokus der Group-Shopping Anbieter liegt daher auf Ballungszentren und große Städte, wie Berlin, München, Hamburg, Köln, … oder dem Ruhrgebiet, wo eine entsprechend große potenzielle Kundenschicht vorhanden ist.

100303 citydeal logo

Angeboten werden Gutscheine für Restaurants, Kino, Blumen aber auch für Dienstleistungen wie Massagen, Zahnreinigungen oder Jogasitzungen. Das Angebot unterscheidet sich je nach Stadt, es gibt allerdings auch deutschlandweite Aktionen (bspw. Kinogutscheine).

Im Ausland hat sich neben dem Begriff Group-Shopping inzwischen auch der Begriff Groupon etabliert, nach dem amerikanischen Vorbild Groupon [Gr(oup) + (C)oupon], der ebenso wie die deutschen Klone (Copycats) auf Letsbuyit.com beruht. Letsbuyit.com (die mit den fleißigen Ameisen) dürfte dabei einigen von euch auch noch aus der dot.com Blase der Jahrtausendwende bekannt sein. Mit dem Platzen der Blase und einigen Verfahren aufgrund des Rabattgesetzes, hat man damals allerdings schlapp gemacht.

Worauf man beim Kauf achten sollte:

Achten sollte man insbesondere auf die Laufzeiten der Gutscheine. Die Gültigkeiten der Gutscheine waren bei einigen Aktionen recht kurz ausgefallen! Da ist es natürlich ärgerlich, wenn der Rabattcoupon schon verfallen ist, wenn man diesen einlösen will.

Viele der Gutscheine (insbesondere der Gastronomie) finden sich außerdem auch in den Rabattheftchen oder Gutscheinbüchern, die in vielen Buchhandlungen eurer Stadt (oder auch online, siehe Links) erworben werden können. Ob ein Preis daher wirklich gut ist, muss jeder für sich selber entscheiden.

Der Vorteil ist natürlich, dass man als Kunde ganz gezielt ein Angebot wahr nimmt und sich aufgrund des Kaufes eines Gutscheinbuches nicht verpflichtet fühlen muss, auch möglichst viele der gebotenen Rabatte einzulösen.

100303 dailydeal logo

Aktuell Situation:

Seit Ende 2009 / Anfang 2010 sind in Deutschland mehrere Klone des amerikanischen Konzeptes Groupon gestartet. Die beiden größten Anbieter sind dabei Groupon (vormals Citydeal) und Dailydeal, welche sich aktuell eine massive Rabattschlacht liefern. Beide Anbieter sind dabei scheinbar auch mit einer prall gefüllten Kriegskasse ausgerüstet.

www.citydeal.de

Hinter Citydeal stehen große Venture Capital Firmen (bspw. die Samwer Brüder mit Rocket Internet, außerdem Holzbrink und Otto) und Dailydeal wird von Stefan Glänzer (früher last.fm), Michael Brehm (früher studiVZ) und Jochen Maaß (früher artaxo) mit Kapital gestützt.

Der Verdrängungswettbewerb ist inzwischen schon so weit, dass einige der angebotenen Rabatte (Starbucks und Kinogutscheine) zu einem eher symbolischen Preis von einem Euro verkauft werden.

Heißt, beide Anbieter versuchen momentan scheinbar den „Knock Out“ des anderen in der ersten Runde zu erlangen. Die kleineren Anbieter, die das amerikanische Konzept adaptiert haben, dürften dabei voraussichtlich auf der Strecke bleiben oder sich höchstens als Nischenanbieter etablieren können. Der Anbieter CoupoMania hat so zum Jahresanfang schon aufgegeben und steht zum Verkauf.

Aktuelles Beispiel Kinogutscheine: Bietet einer der Anbieter welche an, so unterbietet der andere kurz darauf den Preis. Bei einem Preis von 1 Euro für einen 10 Euro Gutschein (siehe Artikel) ist inzwischen auch nicht mehr viel Luft nach unten.

Den Kunden kann die aktuelle Rabattschlacht allerdings nur freuen.

Zukunft von Group Shopping:

Es ist nicht wirklich entscheidend welcher von beiden Anbietern (Groupon (vormals Citydeal) oder Dailydeal) das Rennen macht, sondern ob dauerhaft genügend Potenzial für das Konzept vorhanden ist, was den Anbietern zu wünschen ist. Auch wenn in den USA die Idee boomt, bedeutet dies aufgrund der strukturellen Gegebenheiten noch nicht, dass auch der europäische Kunde die Idee annimmt.

So gibt es in den USA wöchentlich fast telefonbuchartige Rabattheftchen, die sich extrem großer Beliebtheit erfreuen. Millionen von Amerikanern kaufen diese und haben durch den Anbieter Groupon nun einen Teil dieser Begeisterung ins Web getragen.

Diese „Begeisterung“ für Rabattheftchen ist in Europa allerdings nicht ansatzweise so stark wie in den USA. Ob sich das Konzept von Citydeal und Dailydeal aufgrund der unterschiedlichen Rahmenbedingungen dauerhaft etablieren lässt, daher noch fraglich.

Dies wird sich in den nächsten Wochen zeigen müssen, wenn die Rabattschlacht sich dem Ende neigt. Ob der Kunde auch dann noch täglich die Group-Shopping Anbieter auf tolle Rabatte kontrolliert oder ob nach dem Leeren der Kriegskassen die Luft dünn geworden ist, wird sich dann zeigen.

Ich werde solange jedenfalls regelmäßig die Angebote sichten, bei tollen Rabatten auch zuschlagen und natürlich auch berichten.

9 Gedanken zu „Erklärung: Was ist eigentlich Group-Shopping bzw. Groupon? (Citydeal, Dailydeal, …)“

  1. Sehr schöne Übersicht über den entstehenden Markt. Ich glaube schon, dass das Konzept genug Potenzial hat sich dauerhaft in Deutschland durchzusetzen. Vermutlich wird es 1-2 größere Anbieter geben, dem Rest bleibt der Weg in die Nische.

    Weiterhin tippe ich, dass noch so mancher Verlag oder Tageszeitung noch mit diesem Modell starten wird. Mein Favorit ist die Zeitschrift Prinz. Diese Zeitung verfügt über wertvolle Assets: (a) eine Anzeigenabteilung mit Kontakten zu Händlern und (b) Vertrauen bei den Endverbrauchern. Zudem können Verlage dieses Modell auf in der breiten Bevölkerung bekannt machen.

    Viele Grüße
    Dennis

  2. @Dennis: auch wenn die Damen und Herren so manches Verlags noch ein wenig längere Halbwertzeiten brauchen, um am E Business teilzunehmen, ist das die vernünftigste Entscheidung für Verlage, sich eine Scheibe von dem Kuchen abzuschneiden, da sie über den Kundenstamm, wie auch die Anbieter verfügen.

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